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Gewebeübersäuerung - Nährboden für zahlreiche Zivilisationserkrankungen
Säure-Base-Test nach Sander

IndikationenHintergrund
  • Osteoporose
  • Chronische Müdigkeit / Antriebsschwäche
  • Krämpfe
  • Zahnkaries
  • Gicht
  • Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Mund- und Schweißgeruch
  • Sodbrennen / Magenkrämpfe
Der pH-Wert einer Urinprobe sagt nichts über deren Aufnahmekapazität für Säuren aus. Über ein Säure-Base-Tagesprofil nach Sander lassen sich die Säurepufferreserven des Körpers im Tagesverlauf ermitteln.
Für eine schnelle Orientierung kann nach Sander jedoch auch eine einzelne Urinprobe 3 Std. nach der Hauptmahlzeit dienen.

 

Einzelparameter

ParameterBeschreibungMatrixProberöhrchen
Sander-Einzelschnelltest
Schneller Orientierungstest: Etwa 3h nach der Hauptmahlzeit sollte das Maximum der Basizität vorliegen. Urin 3h nach Hauptmahlzeit Spezial-Set
Sander-Einzel
Sander-Tagesprofil 5 Urinproben im Tagesverlauf, jeweils nach und zwischen den Mahlzeiten, zur Erkennung einer latenten Gewebeübersäuerung. 5 Urinproben im Tagesverlauf Spezial-Set
Sander-Tagesprofil

 

Säure-Basen-Test nach Sander

Bestimmung der Pufferkapazität des Urins zur Diagnose einer latenten Übersäuerung

sb zitrone

Zur Bestimmung einer latenten Übersäuerung führen einfache pH-Messungen nicht zum Ziel. Hierbei wird nämlich nur der aktuelle pH-Wert einer Urinprobe bestimmt, ohne Aussagen über die Aufnahmekapazität des Urins für Säuren oder Basen zu ermitteln.  So kann die Pufferkapazität des Urins schon fast vollständig erschöpft sein, trotzdem werden normale pH-Werte gemessen. Auch bei normalen pH Messwerten kann es demnach sein, dass eine latente Übersäuerung vorliegt, wenn nämlich der Körper nicht in der Lage ist, mit der Nahrung anfallende Säuren durch eine nachfolgende Basenflut abzupuffern. In diesem Falle ist es möglich, dass bereits Säuren bzw. deren Salze im Bindegewebe oder Organen abgelagert wurden.

Damit die physiologischen Vorgänge innerhalb unseres Körpers optimal funktionieren können, muss ein empfindliches Gleichgewicht von Säuren und Basen eingehalten werden. Das biologische Gleichgewicht von Säuren und Basen liegt im Blut und den meisten Geweben im leicht Basischen bei pH 7,4 und ist entscheidend für Struktur und korrekte Funktion von Proteinen, Enzymen, Membranen und die Verteilung von Mineralstoffen und Elektrolyten.

Durch die Zellatmung und Stoffwechselendprodukte entstehen ständig neue Säuren, die unschädlich gemacht und wieder aus dem Körper entfernt werden müssen. Zur Erhaltung des Säure-Basen-Haushalts stehen dem Organismus verschiedene Regulierungsmöglichkeiten, wie z.B. das Abatmen von CO2 durch die Lunge, oder die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über die Haut, Nieren und Darm zur Verfügung. Den Transport der sauren Komponenten übernimmt das Blut. Die Pufferkapazität des Blutes ermöglicht die Einhaltung des leicht alkalischen Milieus trotz vorübergehender Mehrbelastung mit Säure.


Chronische Übersäuerung (Latente Azidose)

Eine manifeste Azidose, bei der der pH-Wert von Blut und Gewebe in den sauren Bereich abgleitet, tritt nur höchst selten auf und ist lebensbedrohlich. Dennoch gibt es Vorstufen zu diesem Zustand, etwa dann, wenn die Pufferkapazität des Blutes bis an die Grenzen ausgereizt wird. Da bei einem Abfall des Blut-pH-Werts der gesamte Organismus gefährdet wäre, hat es äußerste Priorität, die Blutpufferkapazität wieder herzustellen.

Hierfür kann der Organismus basische Mineralsalze zur Neutralisation der überschüssigen Säuren heranziehen. Reichen diese aber nicht mehr aus (Mineralstoffmangel), stellen die temporäre Einlagerung von sauren Schlacken in Knorpel- und Bindegewebe oder die Ausscheidung überschüssiger Säuren über die Nieren wirksame Notmaßnahmen des Körpers dar, um einer drohenden Übersäuerung des Blutes entgegenzuwirken. Wird der Körper über längere Zeit mit sauren Stoffwechselprodukten überlastet, sinken seine Reserven, um diese Säuren abzupuffern, eine chronische Gewebsübersäuerung ist die Folge.

Die wichtigsten Krankheitssymptome sind z.B.:


Die Ursachen

Häufigste Ursache einer chronischen Übersäuerung ist falsche Ernährung, gepaart mit Stress und wenig körperlicher Bewegung. Seit der Industrialisierung haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten stark verändert. Auf unserem Speiseplan stehen größtenteils Säurebildner wie Fleisch, Wurst und Käse, aber auch raffinierter Zucker, Bohnenkaffee und Weißmehlprodukte. Dagegen ist der Anteil an basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln oder Vollkornprodukte kontinuierlich gesunken.

Als wäre dieses Missverhältnis nicht schlimm genug, wird durch Stress, Rauchen und Alkohol der Säureüberschuss noch weiter verstärkt. Zudem kann der Körper bei fehlender körperlicher Bewegung nur unzureichend auf Schweiß als säureregulatorische Maßnahme zurückgreifen.

Dabei ist zu beachten, dass nicht die direkt über die Nahrung aufgenommenen Säuren entscheidend sind, sondern die im Metabolismus des Organismus entstehenden Säuren.


Maßnahmen zur Behandlung bzw. Vermeidung einer Übersäuerung

Patienten empfehlen wir, jede Art von Behandlung mit einem Therapeuten individuell abzustimmen.

Maßnahmen gegen die Übersäuerung sind in ausreichend Bewegung und ganz besonders in einer Ernährungsumstellung zu sehen. Dabei sollten im allgemeinen Zucker und tierische Eiweiße reduziert, und der Anteil an Obst und Gemüse erhöht werden. Informationen zu den Ernährungsgewohnheiten unterstützen den Therapeuten bei der Interpretation der Messkurven, die beim Sander-Test erstellt werden und bei der Erstellung einer individuellen Therapie. Dabei kann eine medikamentöse Unterstützung zur Stärkung der Pufferreserven und Substitution sinnvoll sein.


Der Säure-Basen-Test

Fotolia 115284 SDa der Organismus bestrebt ist, die Pufferkapazität des Blutes möglichst lange aufrechtzuerhalten, ist diese am längsten stabil. Eine Messung der Pufferkapazität des Urins erlaubt schon viel früher ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt festzustellen.

Tagesprofil

Beim Säure-Basen-Tagesprofil nach Sander müssen an einem Tag fünf Urinproben zu fest definierten Zeiten abgegeben werden. Daraus wird anhand des pH-Werts und der Pufferreserven des Urins ein Tagesprofil erstellt, aus welchem die Ausscheidung von überschüssigen Säuren ersichtlich wird.
Bei einem normalen Kurvenverlauf wechseln sich Säure und Basenflut ab, bei einem azidotischen Befund fehlt der rhythmische Wechsel von Säuren- und Basenflut.

Sie erhalten von uns ein Tagesprofil, das als Grundlage für eine individuelle Therapie herangezogen werden kann.


Einzelschnelltest

Da sich im Körper Säure-Basen-Fluten über den Tag hinweg abwechseln, sagt eine einzelne Harnprobe als Momentaufnahme nur wenig über den Säure-Basen-Status des Organismus aus. Nach Sander kann jedoch eine einzelne Urinprobe, die etwa 2-3 Stunden nach der Hauptmahlzeit (Mittagessen) genommen wurde, zu einer schnellen Orientierung dienen, da diese erfahrungsgemäß beim Gesunden das Maximum der Basizität abbildet. Bei einem übersäuerten Befund dieser Probe ist eine latente Azidose des Organismus wahrscheinlich und kann durch ein vollständiges Tagesprofil abgeklärt werden.


Probenahme

Alle für die Probennahme erforderlichen Gefäße und Materialien erhalten Sie mit der Beauftragung des Testsets.

Probe-Nr.Uhrzeit der ProbenahmeBemerkung
1 6 Uhr Danach Frühstücken
2 9 Uhr  
3 12 Uhr Danach Mittagessen
4 15 Uhr  
5 18 Uhr Danach Abendessen

Die Urinproben müssen anschließend im beiliegenden Versandcontainer zusammen mit dem ausgefüllten Untersuchungsauftrag in unser Labor eingeschickt werden.


Literatur

Sension GmbH - Provinostr. 52 Gebäude B14 - 86153 Augsburg - Germany
info@sension.eu - Tel +49(0)821/455799-0 - Fax +49(0)821/455799-22 - http://www.sension.eu

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